Rhesus-Inkompatibilität

Ein Rhesuskonflikt kann entstehen, wenn die Mutter (-) und der Vater (+) ist. Das Kind bekommt den Rhesusfaktor des Vaters, also (+), aber erst in der 2. Schwangerschaft. In der 1. SS ist es eher unwahrscheinlich.

Eins vorweg: Ein Rhesuskonflikt zwischen Mutter und Kind ist KEINE Kontraindikation für die Plazentaeinnahme.

Der Rhesuskonflikt ist ursprünglich ein Problem der modernen Geburtshilfe und ist laut der amerikanischen ganzheitlichen Hebamme Gail Hart darauf zurückzuführen, dass Hebammen bei der Geburt des Babys sofort die Nabelschnur abklemmen. Und das Blut des Babys, das in den Plazentagefäßen verbleibt, fließt nicht zum Baby zurück, wodurch ein unnötiger Druck in den Gefäßen entsteht. Und wenn die Gebärmutter schrumpft und die Plazenta sich ablöst, kann ein Teil dieses Blutes in die Gebärmutterhöhle gelangen, was zu einer Sensibilisierung der Mutter führt und das Risiko eines Rhesuskonflikts bei einer zweiten Schwangerschaft erhöht.

Nach jahrelangen Untersuchungen dieser Taktik bei der Entbindung von Rh-negativen Müttern sind amerikanische Geburtshelfer und Gynäkologen zu dem Schluss gekommen, dass die Nabelschnur niemals unmittelbar nach der Geburt abgeklemmt werden sollte.

Wenn die Mutter Rh-negativ und das Baby möglicherweise Rh-positiv ist, sollte die Nabelschnur nicht sofort abgeklemmt, sondern abgewartet werden, bis die Nabelschnur auspulsiert. Wenn das Kind reanimiert und die Nabelschnur durchtrennt werden muss, soll das Nabelschnurende auf der Seite der Mutter frei gelassen und nicht abgeklemmt werden, damit das Blut aus den Plazentagefäßen sicher austreten kann, ohne dass ein übermäßiger Druck in den Gefäßen entsteht. Dadurch wird die Gefahr minimiert, dass das Blut des Babys mit dem Blut der Mutter in Berührung kommt.

Derzeit gibt es keine Studien darüber, wie sich die Verwendung der Plazenta auf die Gesundheit des Babys und der Mutter im Falle eines Rhesuskonflikts auswirkt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Wachstumsfaktoren und Hormone in der Plazenta der Frau helfen, die Auswirkungen des Rhesuskonflikts besser zu bewältigen und dem Baby über die Muttermilch die Kraft und Fähigkeit zu vermitteln, mit den Auswirkungen des Rhesuskonflikts fertig zu werden.

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